Kiefergelenkerkrankungen (CMD)


Kiefergelenkerkrankungen

 

Behandlungsmöglichkeiten bei Kiefergelenkerkrankungen

 

Chronische Kiefer- und Gesichtsschmerzen haben ihren
Ursprung häufig im Kiefergelenk.

 

Die Ursache kann ein fehlerhaftes Zusammenspiel von Gelenk, Muskulatur und Zähnen sein. Diese Störungen sind heutzutage weit verbreitet. Viele Menschen sind dabei allerdings beschwerdefrei, sodass keine Behandlung erforderlich ist. Eine Fehlfunktion des Kausystems führt nicht selten zur asymmetrischen Überbelastung der Kaumuskulatur und langfristig zu einem gesteigerten Muskelwachstum auf einer Seite. Eine fortwährende chronische Überaktivität kann dabei durch Muskelverhärtungen zu morgendlichem Kopfschmerz, Spannungskopfschmerz, halbseitigem Gesichtsschmerz, Ermüdung der Kaumuskulatur und des Sprechens sowie Verspannungen der Halsmuskulatur und Steilstellung der Wirbelsäule führen. Auch äußerlich kann dies erkennbar sein. Gerade im Bereich der Wange und der Kieferwinkelregion kommt es durch eine vergrößerte Kaumuskulatur zur Veränderung der Gesichtsform. Das untere Gesichtsdrittel erscheint verbreitert, man spricht von sogenannten „Hamsterbacken“.

 

Behandlungsmöglichkeiten

 

Funktionsdiagnostik
Schienentherapie
Funktionelle Botox®-Behandlung

 

Eine gezielte Injektion von Botox® in die schmerzverursachende Muskulatur oder auch in den zu großen (hypertrophen) Muskel führt zu einer Verringerung der Muskelaktivität und so zur Reduzierung der Schmerzen. Infolge der verringerten Aktivität kommt es zur Abnahme des Muskelvolumens (Atrophie) und zur längerfristigen Reduktion von Schmerzen. Die Gesichtszüge im Bereich der Wangen werden schmäler. Die Injektion erfolgt bis auf wenige Ausnahmen durch die Mundhöhle, sodass eine weitestgehend schmerzfreie Behandlung gewährleistet ist. Die Behandlung sollte wiederholt werden, um einen langfristigen Erfolg zu erreichen.

 

Hinweis: Die Kosten für eine Behandlung mit Botulinumtoxin werden nicht von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen.